Santa Maria Poneta - Borgo Poneta
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Santa Maria a Poneta - La chiesa
Santa Maria a Poneta ist – zusammen mit dem gleichnamigen Dorf – das klassische Beispiel einer Kirche auf dem Lande, für die ländliche Bevölkerung bestimmt, verbirgt aber gleichzeitig eine faszinierende tausendjährige Geschichte. Sie liegt an einer Seitenstraße der Straße zwischen Florenz und Volterra, nahe dem Tal wo die Via Francigena (Frankenstraße) verlief. Dies lässt uns vermuten, dass die Kirche im Hochmittelalter vielen Reisenden und Pilgern Gastfreundschaft geboten hat. Nach Expertenmeinung geht die Konstruktion des ältesten Kerns auf das 10./11. Jahrhundert zurück, auch wenn die ersten sicheren Dokumente der Kirche „de Pinita“ aus dem 12. Jahrhundert stammen, als Goto Graziani im Namen seines Volkes am 15. August 1260 dem florentiner Heer im Aufbruch Richtung Montalcino 12 Scheffel Weizen verspricht. Aus dem gleichen Dokument gehen auch die Namen seiner Rektoren hervor. In den „Rationes Decimarum Pontificie“ aus den Jahren 1276, 1296 und 1302 wird erwähnt, dass der Beitrag des Volkes „Popolo de Sancte Marie de Pineta“ drei Lire und zwei Heller beträgt. Die Kirche verblieb bis 1362 im Besitz der Gemeinde von Linari und wurde dann im 15. Jh. der Schutzherrschaft der florentiner Familie de Nobili übertragen.
Wie aus den Dokumenten der Capitani di Parte Guelfa (Hauptmänner der Welfen) hervorgeht, besaß Antonio de Nobili damals alle Länderein in der Umgebung sowie das wenig entfernt gelegene Dorf, genannt „Poneta“, sehr wahrscheinlich ist ihm die Errichtung des neuen Pfarrhauses und die Anbringung des Wappens mit den Waffen der de Nobili an der Fassade der Kirche zuzuschreiben.
Am 22. Novembre 1746 dokumentiert der Postoralbesuch dass “die Kirche in gutem Zustand ist, mit zum Teil wieder aufgebautem Mauerwerk und zwei neuen Stuckaltaren”. Die Restaurierung wurde der damaligen Mode entsprechend im Barockstil durchgeführt, während alle neuen ländlichen Gebäude, die rund herum erbaut wurden, weiterhin den strengen Stil der toskanischen Tradition beibehalten. Alle diese Erneuerungsarbeiten finden eine Erklärung in der Tatsache, dass das nahe gelegene Gut von Poppiano zu einem der bevorzugten Ziele für die Wildschweinjagd der neuen Großherzöge der Toskana und insbesondere für Leopold von Habsburg Lorena zwischen 1765 und 1790 geworden war, wie uns die Chroniken berichten: „die Gefolgschaft und ein Großteil des Hofes machten bei der Herberge von Poneta Halt, wo man die Pferde wechseln, aber vor Allem ein Glas guten Rotweins genießen konnte“. Der andauernde Mangel an Kirchgängern führte dann zu einem langsamen Verfall des gesamten Komplexes; im Jahre 1878 wurden eine Zisterne für Regenwasser und in der Nähe ein Heuschober erbaut. Im Jahre 1929 wurde bei einem lobenswerten Eingriff der gesamte Verputz aus dem 18. Jh. entfernt und das romanische Mauerwerk mit seinen Sandsteinstreifen kam wieder zu Tage. Dies war der letzte Eingriff bis zum Jahre 1986 als die Kirche endgültig der von Sant’Andrea a Vico angegliedert wurde. Die Bedeutung und der historische Wert des Gebäudes haben dazu geführt, dass der gesamte Komplex unter den Schutz des Gesetzes 1089 von 1939, das die architektonischen Güter schützt, gestellt wurde. Dieser neue Besitzer löst die florentinische Kurie im Jahre 1993 ab und hat eine komplette Restaurierung veranlasst und so das antike Dorf zu neuem Leben erweckt und eines der berühmtesten Country Houses in diesem Gebiet geschaffen.

 

SANTA MARIA A PONETA - STRADA DI PONETA 50/A - BARBERINO VAL D'ELSA -
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